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Genie?en in der Weihnachtszeit trotz Lebensmittelunvertr?glichkeit?

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Pressemitteilung von: Akademie
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SeoKo

Die World Allergy Organization (www.worldalergy.org, WAO) hat 2008 den ersten Bericht über das Ausmaß von Allergien und chronischen Atemwegserkrankungen veröffentlicht. Daraus geht hervor, dass Allergien eine der häufigsten Gründe sind, weswegen Patienten zum Arzt gehen. Gerade in der Adventszeit bereitet das Thema allgemein vielen Menschen und Menschen mit Nahrungsmittelunverträglichkeiten Unbehagen. Während die alljährliche Jagd nach den Weihnachtsgeschenken beginnt, ist auch die Zeit der Plätzchen, Lebkuchen, Bratäpfel, Gänsebraten und sonstiger weihnachtlicher Leckereien. Für Menschen mit Lebensmittelunverträglichkeiten kann diese „Zeit der Freude“ durchaus mit negativen Stress, Unwohlsein oder gar gesundheitlichen Beschwerden verknüpft sein. Einige wertvolle Tipps und Tricks können dabei helfen, die Tage rund um Weihnachten auch für diese Personen zu einer echten Schlemmerzeit zu machen.

 


Die bekannteste Unverträglichkeit ist die Allergie, unter der etwa ein Drittel der Bevölkerung zu leiden denkt. Unter Lebensmittelunverträglichkeit werden alle Beschwerden verstanden, die nach dem Verzehr von einem Lebensmittel oder einem Lebensmittelbestandteil auftreten. Die häufigsten Nahrungsmittelunverträglichkeiten beziehen sich vor allem auf den Konsum von, Gemüsesorten wie Sellerie und Karotten, aber auch auf Milch sowie Milchprodukte, Gewürze, Fisch, Hühnerei, Nüsse, Samen und Fleisch, sowie Konservierungsstoffe. Prinzipiell kann aber jedes Lebensmittel je nach individueller Veranlagung ein potenzielles Allergen sein.

 

Richtiger Umgang mit Nahrungsmittelunverträglichkeiten

 

  1. Beachtung der Verpackungsangaben:

Durch die EU weite Kennzeichnungsverordnung müssen spezielle Zutaten bei verpackter Ware, wie z.B. Zimtsternen, gekennzeichnet werden. Dazu zählen z.B. glutenhaltiges Getreide und daraus hergestellte Erzeugnisse, Krebstiere und Krebstiererzeugnisse, Eier und Eiererzeugnisse, Erdnüsse und Erdnusserzeugnisse, Milch und Erzeugnisse aus Milch und einige mehr.

 

  1. Auswahl von Lebensmitteln:

Lebensmittel die potenziell im Verdacht stehen, Unverträglichkeiten auszulösen, sollten gemieden bzw. wenn möglich komplett ersetzt werden. Bei einer allergischen Reaktion auf Weißenmehl und weißenmehlhaltigen Produkte stellen Dinkel- und Roggenmehl und daraus resultierende Produkte eine gute Alternative dar. Dinkel- und Roggenmehl gibt es in unterschiedlichen Qualitäten sie werden auch als Vollkornmehl angeboten. Die Lebensmittelauswahl spielt zum Beispiel bei selbstgemachten Weihnachtsplätzchen eine Rolle.

 

  1. Risiko durch Nährstoffdefizite:

Durch das Weglassen von einzelnen Lebensmitteln oder ganze Lebensmittelgruppen, kann es durchaus zu Nährstoffdefiziten kommen. Daher ist es wichtig, die zu meidenden Produkte sinnvoll zu ersetzten. Liegt zum Beispiel eine Kuhmilchallergie vor, müssen alternative Kalziumquellen gefunden werden. Hier bieten sich vor allem kalziumreiche Lebensmittel wie Broccoli, Spinat, Grünkohl, Kohlrabi, Sojabohnen, Mandeln, Haselnüsse und Apfelsinnen an, die in ausreichenden Mengen verzehrt werden sollten. Für eine erwachsene Person im Alter von 25 – 51 Jahren wird eine Kalziumaufnahme von 1000 mg pro Tag empfohlen. In 100 Gramm frisch gegarten Broccoli stecken 112,0 mg, in Grünkohl sogar 181 mg Kalzium.

 

  1. Selbstzubereitete Speisen:

Durch das eigene Zubereiten der Speisen können allergieauslösende Substanzen gezielt vermieden werden. Wer zum Beispiel auf Konservierungsstoffe reagiert, für den könnte es empfehlenswert sein, statt auf Industrie-Marmelade auf selbst gemachte Produkte umzusteigen. Gerade wer in der Vorweihnachtszeit gern selbst kocht und backt, kann diesen Tipp berücksichtigen. So steht den selbst gebackenen Marmeladenplätzchen nichts mehr im Weg.

 

 

  1. Entspannung als Geheimtipp:

Gerade die Vorweihnachtszeit ist oft geprägt von Stress, sei es beim Geschenkeinkauf oder bei der Planung des Festes. Dass muss nicht sein. Mit einem besinnlichen Abend bei Kerzenschein einem guten Buch und einer Tasse Tee kann Stress vorgebeugt werden. Geeignet sind auch gezielte Entspannungstechniken, wie Autogenes Training, Meditation, Yoga oder Progressive Muskelrelaxation.

 

  1. Regelmäßige Bewegung:

Zu einem gesunden und ausgeglichenen Lebensstil gehört auch regelmäßige Bewegung, wie zum Beispiel ein Spaziergang an frischer Luft - gerade nach dem Essen oder für Winterfans auch Schlittenfahren. Durch gezielte Bewegung wird die Darmtätigkeit angeregt. Somit stellt sich zusätzlich Wohlbefinden durch eine geregelte Verdauung ein. Ein positiver Nebeneffekt ist der zusätzliche Kalorienverbrauch, der gerade in der Weihnachtszeit beim halten des Gewichtes eine Rolle spielen kann.

 

  1. Allgemeine Tipps:

Um die ohnehin oft gestresste Verdauung zu schonen gilt es einige allgemeine Verhaltensregeln zu berücksichtigen. Hier ein paar Tipps: Generell nicht zu üppig und zu schwer essen. Vermeiden Sie eine einseitige Ernährung und achten Sie auf ausreichende Ballaststoffzufuhr. Nicht zu viel Alkohol, Nikotin und Kaffee konsumieren und hastiges Essen vermeiden. Die Nahrung immer gut kauen und vor allem auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten. Das Festtagsessen mit Gänsebraten, Klößen, Blaukraut und Eisbombe als Nachtisch könnte zum Beispiel durch eine leichtere Variante mit Forelle blau, Gemüse als Beilage und Fruchtsorbet als Nachtisch ersetzt werden. Diese Lebensmittelkombination enthält durch den Fisch wertvolle Omega-3-Fettsäuren, durch die Gemüsebeilage wichtige Vitamine und das Fruchtsorbet aus Früchten der Saison ist im Sinne einer schlanken Line besser geeignet als z.B. eine Eisbombe.

 

Hinweis: Um eine eventuell vorhandene Lebensmittelunverträglichkeit zu diagnostizieren kann der Allergologe eine allergologisch orientierte Ernährungsanamnese durchführen und Empfehlungen zur geeigneten Lebensmittelauswahl geben. Diagnostisch durchgeführte Tests können den Verdacht auf eine Unverträglichkeit bestätigen. Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.nahrungsmittel-intoleranz.com oder unter www.allergiecheck.de. Weiterführende Informationen, Tipps zum Einkauf, Kochrezepte und vieles Mehr stehen dort zur Verfügung.

Infos unter Tel. 0681/68 55 0 oder im Internet: www.dhfpg.de.

 

Autor

Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement
Sabine Mack
Hermann Neuberger Sportschule
66123 Saarbrücken
E-Mail: presse@dhpg.org
Tel. 0681/68 55 141
Internet: http://www.dhpg.org







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