Luhmann, semantische Technologien und die Internet-Kommunikation
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Web 3.0 soll Internet-Nutzer besser verstehen
Bassersdorf (Schweiz)/Berlin, 29. April 2009, www.ne-na.de - Das Unternehmen iQser http://www.iqser.ch hat ehrgeizige Ziele, die landl?ufig unter dem Schlagwort Web 3.0 laufen. Es setzt auf semantischen, um die Flut von Informationen durch eine automatische inhaltliche Analyse zu bew?ltigen. Semantische Verfahren waren lange Zeit nur ein Experimentierfeld der Wissenschaftler, berichtet die FAZ und zitiert den iQser-Chef J?rg Wurzer mit der Aussage: ?Jetzt hat die Semantik die Wissenschaft verlassen. Es gibt viele Startpus, die sich damit besch?ftigen?. Und damit sei nicht nur das Gro?projekt Theseus http://theseus-programm.de gemeint, das vor allem von gro?en Unternehmen getragen wird. ?Unternehmen stehen vor der Herausforderung, eine F?lle von Informationen zu verarbeiten, die von Jahr zu Jahr w?chst. Die hohe Verf?gbarkeit von Informationen im Internet und immer mehr Anwender sowie Organisationen, die an der Produktion von Informationen beteiligt sind, tragen zu diesem Prozess bei?, teilt iQser in einer Presseerkl?rung mit.
Mit einer Software wolle man alle wichtigen internen und externen Informationen automatisch vernetzen. Jedes Dokument, jede E-Mail und jede Nachricht werde Projekten, Aufgaben oder Personen zugeordnet. Man solle nicht mehr nach Informationen suchen, sondern ihren Kontext ausw?hlen und automatisch alle Informationen geliefert bekommen, die zu diesem Kontext geh?rt. Das k?nnten neue Forschungsberichte oder aktuellen Nachrichten sein.
So k?nnten Reiseziele auf Portalen wie Triptivity http://www.triptivity.com mit passenden Nutzerkommentaren aus sozialen Netzwerken oder mit Reisebeschreibungen angereichert werden. ?Ein zweites Analyse-Ergebnis gibt einen ?berblick dar?ber, welche Themen in den Artikeln behandelt werden, in welche Aspekte sie sich auff?chern und welche grundlegenden Fakten vermittelt werden. Das daf?r automatisch ermittelte Begriffsnetz wird in Form eine Baumes dargestellt, den der Anwender nutzen kann, um sein Interesse einzugrenzen und eine entsprechende Artikelauswahl vorzunehmen?, so iQser.
Mitarbeiter w?rden einen ?berblick ?ber die verf?gbaren unstrukturierten Informationen erhalten, ohne diese zuerst sichten zu m?ssen. Anschlie?end sei eine Auswahl nach Interessenschwerpunkten m?glich. Mit einem Web-Monitoring k?nne man erkennen, in welchem Zusammenhang im Internet ?ber ein Unternehmen und seine Produkte diskutiert wird.
Experten f?r K?nstliche Intelligenz sind sich einig, dass bei den neuen Projekten des semantischen Webs die Sprache eine ganz entscheidende Rolle spielen muss. ?Beim Web 3.0 versucht man die Ergebnisse der Sprachforschung zu nutzen, um Suchbegriffe oder nat?rlich-sprachliche Suchanfragen tiefer zu analysieren und semantisch anzureichern. Suchergebnissen sollen am Ende pr?ziser, besser strukturiert und um viele andere, nahe liegende Themengebiete angereichert werden. Idealerweise kann eine gestellte Frage dann auch in einem Satz beantwortet werden?, so die Erkenntnis des Sprachdialogexperten Lupo Pape, Gesch?ftsf?hrer von SemanticEdge http://www.semanticedge.de in Berlin.
Diesem Trend entgegen komme die immer st?rkere semantische Aufbereitung der Webinhalte in vielen Suchbereichen durch Internetnutzer, auch ?Prosumer? genannt, die in weltweiten Netzwerke aktiv sind. Das beste Beispiel hierf?r sei Wikipedia. ?Bisher musste das Wissen weitestgehend manuell in sogenannten Ontologien oder Taxonomien erstellt werden, welche die Begriffe zu einander in Beziehung setzen und daraus Wissensrepr?sentationen unterschiedlichster Dom?nen bilden. Firmen wir iQser versuchen nun, das Wissen im Intranet oder Internet automatisch aufzubereiten. Das Ergebnis sollte eine Antwort und keine ewig lange Ergebnisliste mit vielen irrelevanten Texten sein?, erl?utert Pape.
Gekoppelt mit Spracherkennung und Sprachsynthese k?nne dieser Weg zu ganz neuen Sucherfahrungen f?hren. Eine gesprochene Frage zu einem beliebigen Thema werde dann auch mit einem gesprochenen Satz beantwortet. ?Dieses Szenario ist keinesfalls Science-Fiction, denn parallel zu den Fortschritten in der Suchtechnologie macht auch die Spracherkennung enorme Fortschritte. Auch die Dialogtechnologie spielt hier ein bedeutende Rolle, da bei vielen Anfragen weiterf?hrende Fragen und Pr?zisierungen erforderlich sind?, sagt Pape. Die Frage ?Wie komme ich jetzt am schnellsten nach Berlin?" macht die Kl?rung erforderlich, ob man mit Zug, Auto oder Flugzeug reisen m?chte. Es werde nach Ansicht des SemanticEdge-Chefs noch lange dauern, bis die vielen Informationen semantisch erschlossen und die wichtigsten Nutzungsszenarien klar sind. Bei Fahrplaninformationen, Navigation oder Adressdaten sei jetzt schon vieles m?glich. Frei nach dem Soziologen Niklas Luhmann muss das semantische Web drei Komponenten der Kommunikation erf?llen: Mitteilung, Information und Verstehen.
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Redaktion NeueNachricht Gunnar Sohn Ettighoffer Stra?e 26a 53123 Bonn Tel: 0228 ? 6204474 Mobil: 0177 ? 620 44 74 E-Mail: gunnareriksohn@googlemail.com URL: http://www.ne-na.de http://twitter.com/gsohn http://www.facebook.com/home.php?ref=home http://dienstleistungsoekonomie.ning.com/
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