Pragmatismus statt Euphorie bei SOA-Projekten
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Pressemitteilung von: Gast
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Erfahrung und Beratungskompetenz gefragt
M?nchen - IT-Analysten ?berboten sich in den vergangenen Jahren mit gigantischen Marktprognosen f?r so genannte service-orientierte Architekturen (SOA). IDC http://www.idc.com sch?tzte die Gr??e des weltweiten Softwaremarkts f?r SOA-Produkte im laufenden Jahr auf knapp sechs Milliarden Dollar. Bis zum Jahr 2011 soll der Wert auf 14 Milliarden Dollar steigen. ?Die Konkurrenten von AMR Research http://www.amr-research.com legten noch eine Schippe drauf und z?hlten auch die Serviceums?tze mit. Demnach haben Unternehmen bereits im Jahr 2007 rund 22 Milliarden Dollar f?r SOA-Vorhaben ausgegeben?, schreibt die Computerwoche. Bei einer durchschnittlichen j?hrlichen Wachstumsrate von 20 Prozent k?nnte das Marktvolumen bis zum Jahr 2012 auf knapp 52 Milliarden Dollar anschwellen. Mindestens 77 Prozent aller Unternehmen sollen bis dahin eine SOA-Initiative angesto?en haben. ?Glaubt man den Auguren, sind die Motive f?r SOA immer die gleichen: mehr Agilit?t im Wettbewerb durch flexiblere IT-Strukturen, ein effizienterer IT-Betrieb dank wiederverwendbarer Services und damit unterm Strich sinkende Kosten?, so die Computerwoche http://www.computerwoche.de.
Das stehe allerdings im krassen Gegensatz zu den praktischen Erfahrungen, von denen Berater berichten. ?Die meisten SOA-Vorhaben werden spektakul?r scheitern", warnt Anne Thomas Manes vom Beratungshaus Burton Group http://www.burtongroup.com. Berichte ?ber typische Fehler und Vers?umnisse w?rden sich h?ufen. Gartner ver?ffentlichte sogar schon eine Liste mit SOA-Tods?nden. ?Beispiel IT-Kosten: Laut einer Untersuchung von Saugatuck Technology http://www.saugatech.com erhoffen sich zwar 57 Prozent der Verantwortlichen sinkende Ausgaben als Ergebnis ihrer SOA-Bem?hungen. Doch von konkreten Einsparungen in laufenden oder bereits abgeschlossenen Projekten ist kaum etwas zu h?ren. Angesichts der hohen Vorabinvestitionen scheint eher das Gegenteil der Fall zu sein?, so die Computerwoche. Beispiel Agilit?t: SOA erlaube es Unternehmen, die IT zu flexibilisieren und damit agiler zu werden, werben die Softwareanbieter. ?Das Problem hinter diesem Argument ist vielschichtig. Budgetverantwortliche k?nnen mit dem schwammigen Begriff oft nichts anfangen; sie verlangen konkrete Zielvorgaben und Ergebnisse. Hinzu kommt, dass sich Agilit?t schwer messen l?sst und sich damit verbundene Effekte, wenn ?berhaupt, erst nach einer l?ngeren Anlaufzeit einstellen?, f?hrt die Computerwoche aus.
?Der SOA-Hype ist tats?chlich zu Ende, und das ist gut so. Auch die Hersteller erkennen, dass es nicht mehr ausreicht, SOA auf ihre Produkte zu schreiben?, argumentiert Wolfgang Beinhauer vom Fraunhofer-Institut Arbeitswirtschaft und Organisation. Gefragt seien jetzt Erfahrung und Beratungskompetenz. Einen Erfolg der anf?nglichen Euphorie sieht er darin, dass das Thema Rahmenwerk f?r die IT wieder st?rker ins Bewusstsein der Verantwortlichen gedrungen sei. Etliche Unternehmen g?ben nun finanzielle Mittel f?r Architekturprojekte frei. ?Dass viele Projekte gescheitert sind, lag vor allem an den fehlenden Skills und einer mangelhaften Unterst?tzung im Management. SOA ist keine kurzfristig wirkende Geldmaschine?, erl?utert Tudor Andronic verantwortlich f?r Retail Systems Development bei Bizerba http://www.bizerba.de. Jedes Unternehmen m?sse eigenst?ndig entscheiden, wann und mit welcher Auspr?gung SOA sinnvoll ist.
?Wir halten an SOA-Standards auf jeden Fall fest, denn unsere Systeme m?ssen sich einfach und nahtlos in Kundenumgebungen einf?gen. SOA bleibt ein sehr n?tzliches Konstruktionsprinzip f?r IT-Netzwerke. Das, was eine bestimmte Einheit f?r das Gesamtnetz leistet, wird als Dienst, als Service, fest definiert. Jede andere Einheit des Systems kann ?ber eine Schnittstelle diesen Service aufrufen und auf die entsprechenden Informationen zugreifen. In einem bestimmten Status verlange ich nach einem Service, und ich bekomme ihn: Ich habe Durst, ich verlange etwas, und ich bekomme ein Glas Wasser?, so Andronic gegen?ber NeueNachricht http://www.ne-na.de. Um mehr w?rde es bei SOA nicht gehen. Pragmatismus statt Euphorie sei deshalb die bessere Geisteshaltung, um SOA-Projekte zu realisieren.
Autor
NeueNachricht Gunnar Sohn Ettighoffer Stra?e 26 A 53123 Bonn Tel: 0228 ? 620 44 74 Fax: 0228 ? 620 44 75 Mobil: 0177 620 44 74 E-Mail : medienbuero@sohn.de www.ne-na.de
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