Sprachsteuerung und elektronische Begleiter sollen Internetnutzung vereinfachen
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Stuttgart/M?nchen/Berlin, 27. April 2009, www.ne-na.de - Microsoft-Chef Steve Ballmer erwartet in den kommenden Jahren unglaubliche Dinge: Bildschirme, flexibel wie Papier, Computer, die sich mit Sprache oder Gesten steuern lassen und Software, die aus der Wolke kommt. Selbst in der prek?ren Wirtschaftslage werde das Tempo der technischen Entwicklung nicht verlangsamt. Ganz im Gegenteil. Zu dieser Einsch?tzung gelangte Ballmer auf einer Konferenz der Financial Times Deutschland in K?ln. Experten best?tigen, dass die Sprachsteuerung f?r das Surfen im Internet an Relevanz gewinnen wird. Davon sind auch die Forscher von IBM ?berzeugt. Die neue Technologie werde einen Ver?nderungsprozess einleiten und die Art und Weise beeinflussen, wie der Mensch mit Informationen und E-Commerce umgeht. ?Wir wissen, dass das machbar ist, da uns bereits heute die erforderliche Technologie zur Verf?gung steht, wir wissen aber auch, dass die Zeit daf?r reif ist?, so IBM.
In L?ndern wie Indien, in denen das gesprochene Wort im Bildungswesen, in Regierungskreisen und in der Kultur eine gr??ere Bedeutung habe als das geschriebene Wort, stellt das ?Sprechen? mit dem Internet bereits alle anderen Kommunikationsschnittstellen in den Schatten. Gleiches geschieht bei Mobiltelefonen, die mittlerweile die PC-Anwendung ?bertrumpfen. Durch die Nutzung der ?Voice Sites? werden in Zukunft auch die Menschen ohne Zugang zu einem Computer oder Internet ebenso wie diejenigen, die weder schreiben noch lesen k?nnen, von den zahlreichen Vorteilen und Annehmlichkeiten des Internets profitieren?, betont IBM.
Eine Reduzierung der Komplexit?t im Netz und eine Demokratisierung des Internetzugangs erhoffen sich Computerexperten durch personalisierte, lernf?hige und vertraute elektronische Begleiter. ?Sie werden dann die l?stigen ersten Schritte einer Identifizierung von relevanten Informationen mittels Machine-to-Machine-Kommunikation mit einzelnen Instanzen im ?Internet der Dinge? aushandeln?, so die Vision von Andreas Dippelhofer, Mitglied der Gesch?ftsf?hrung des D?sseldorfer ITK-Dienstleisters acoreus.
Die Stimmen- und Gestenerkennung in der Google Mobile-Anwendung f?r das iPhone ist nach Ansicht des Sprachdialogexperten Lupo Pape schon ein vielversprechender Ansatz: ?Es ist erst einmal eine Sprach- oder Diktiererkennung, die auf einer Suchmaschine und demn?chst sogar auf weiteren Handyfunktionen aufsetzt. Sprachdialogsysteme werden es erst, wenn ein Wissen ?ber die Dom?ne und Dialogintelligenz hinzukommen. Das ist das, was wir mit dem Personal Assistant umsetzen. Dazu m?ssen die Wissensgebiete semantisch aufbereitet und Dialogstrategien hinterlegt werden. Die wichtigsten Use-Cases gilt es zu modellieren?, erl?utert SemanticEdge-Gesch?ftsf?hrer Pape http://www.semanticedge.de.
Einen Ausblick wagt auch Andreas Rebetzky, Sprecher des cioforums http://www.cioforum.de in M?nchnen und CIO des Balinger Technologiespezialisten Bizerba http://www.bizerba.de: ?In 20 bis 30 Jahren k?nnten beispielsweise vollst?ndige Unternehmensinformationen auf winzigen Implantaten gespeichert werden. Sie k?nnten von unterschiedlichen Endger?ten ausgelesen werden, entweder von gro?en Touchscreens oder unterwegs per Sprachsteuerung ?ber ein Armband mit Minidisplay.? Intelligente Assistenten werden auch die Shopping-Welt ver?ndern. ?Dabei wird die symbiotische Verkn?pfung einer neuen Technologie und einer neuen Generation von Mobilger?ten den Einkaufserfahrungen im Einzelhandel dramatische Impulse verleihen. So werden Ankleider?ume bald mit digitalen Shopping-Assistenten ausgestattet sein ? Touchscreens und sprachgesteuerte Kioske werden Kunden zudem die M?glichkeit er?ffnen, Bekleidungsst?cke und Accessoires auszuw?hlen als Erg?nzung oder Ersatz f?r die bereits zusammen gestellte Garderobe?, f?hrt IBM aus.
Die letzte Meile im Einzelhandel werde in einigen Jahren v?llig anders aussehen. ?Das klassische Ladengesch?ft muss nicht mehr Teil des Distributionsnetzes sein. Als Konsument m?chte ich nur die allern?tigsten Artikel an Ort und Stelle mitnehmen. Was dar?ber hinausgeht, soll mir nach Hause gebracht werden. Statt weit zu fahren, damit ich zu einem gro?en Sortiment komme, werde ich zu einem Showroom gehen, wo man mir das ganze Sortiment zeigt - echt oder virtuell?, sagt Moshe Rappoport, IBM- Experte f?r Technologie- und Innovationstrends. Es m?ssten nicht mehr alle Artikel im Laden vorr?tig sein. Es reiche vollkommen aus, alles zeigen zu k?nnen. Nicht mehr das Produkte steht im Vordergrund, sondern der Service. ?Nehmen wir Kleider als Beispiel. Ich muss nicht alle Gr??en in allen Farben haben. Das kann ich in einem elektronischen Dressing-Room in allen Varianten ausprobieren und meine Kaufentscheidung treffen. Komme ich nach meiner Shopping-Tour wieder ins eigene Heim, wartet das Paket schon auf mich und ich kann die Kleidung anziehen?, so der Ausblick von Rappoport.
Diskussion unter: http://gunnarsohn.wordpress.com/2009/04/27/sprachsteuerung-und-elektronische-begleiter-sollen-internetnutzung-vereinfachen/
Autor
Redaktion NeueNachricht Gunnar Sohn Ettighoffer Stra?e 26a 53123 Bonn Tel: 0228 ? 6204474 Mobil: 0177 ? 620 44 74 E-Mail: gunnareriksohn@googlemail.com URL: http://www.ne-na.de http://twitter.com/gsohn http://www.facebook.com/home.php?ref=home http://dienstleistungsoekonomie.ning.com/
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