Glaskugel statt ?konometrie: Warum die Prognosen der Wirtschaftsforscher nichts taugen
Als PDF-Datei anzeigen |
Druckansicht
Pressemitteilung von: Gast
Gelesen: 45
Wortanzahl: 476
Berlin, 23. April 2009, www.ne-na.de ? Das Fr?hjahrsgutachten der Wirtschaftsforschungsinstitute prognostiziert f?r 2009 einen R?ckgang des Bruttoinlandsproduktes von sechs Prozent. Der DGB-Vorsitzende Michael Sommer http://www.dgb.de warnte angesichts der tiefen Rezession vor sozialen Unruhen wie in den 1930er Jahren. Die Situation sei vergleichbar mit den Zahlen aus den Jahren der Wirtschaftskrise 1930, 1931 und 1932, sagte Sommer am Mittwochabend in der ARD-Sendung ?hart aber fair?.
M?glicherweise w?rden sich Menschen jetzt von der Politik abwenden oder radikalisieren. Die Zahlen des Fr?hjahrsgutachten k?nne man nach Ansicht von Udo Nadolski, Gesch?ftsf?hrer des D?sseldorfer Beratungshauses Harvey Nash http://www.harveynash.com/de, nicht mit der Wirtschaftsdepression der Weimarer Republik vergleichen. ?Das ist wissenschaftlich h?chst unseri?s und f?r die Menschen der damaligen Zeit, die Not, Hunger und Elend durchmachten, eine Beleidigung?, kritisiert der Personalexperte Nadolski.
Zudem m?ssten neben der Ver?nderung des Bruttoinlandsproduktes auch die Niveauunterschiede ber?cksichtigt werden. ?Wir m?ssten schon um rund 90 Prozent schrumpfen, um in eine Situation wie vor rund 80 Jahren zu kommen. Davon kann aber keine Rede sein. Selbst wenn wir zur?ckgeworfen werden auf das Wohlstandniveau von 2005 oder 2006, k?nnen wir den Wirtschaftseinbruch sehr gut verkraften?, sagt Nadolski. Dar?ber hinaus h?tten die Wirtschaftsprognostiker in den vergangenen Jahren regelm??ig daneben gelegen. ?Warum soll das diesmal anders sein?, fragt sich Nadolski. Vielleicht sollten es die ?konometriker mal mit einer Glaskugel versuchen, um valide Konjunkturdaten zu erstellen.
?hnlich urteilen die Cicero-Autoren Richard Gaul und Christiane Goetz http://www.cicero.de. Der kollektive Krisenrausch suche zwar nach Parallelen mit 1929. Nur dieser Vergleich sei schief. ?Verglichen werden n?mlich Wachstumsraten und nicht Substanzniveaus?. Der prozentuale Rekordeinbruch w?rde nur wenig ?ber die realen Effekte aussagen. Entscheidend bleibe der Bezugswert und wir schrumpfen eben auf einem sehr hohem Niveau. Vom h?chsten, das uns die Weltgeschichte je beschert habe.
?Das Wohlstandsniveau liegt um ein Zigfaches ?ber dem vor 80 Jahren?, so Gaul und Goetz. Was immer man vergleiche - die Lebenserwartung, die Qualit?t des Essens, das Bildungsniveau, die Wohnsituation, der industrielle Kapitalstock ? ?wir leben so dramatisch viel reicher als die Generation von 1929?, erkl?ren Gaul und Goetz.
Die Vorhersagen, diese Krise werde nicht nur schwer, sonder auch lang, k?nnte tr?gen. Denn immer mehr Indizien sprechen daf?r, dass ein Aufschwung schneller bevorstehen k?nnte als die meisten denken. ?Viele Unternehmen haben ihre Lagerbest?nde stark zur?ckgefahren, sodass bei einer anspringenden Nachfrage sehr schnell sehr viel wieder produziert werden muss. Diesen Lagerzykluseffekt sieht man derzeit bei den Folgen der Abwrackpr?mie der Autoindustrie?, erl?utern Gaul und Goetz.
Die wichtigsten Rahmenbedingungen w?rden gute Nachrichten f?r einen baldigen Aufschwung verhei?en: Die extrem niedrigen ?l- und Rohstoffpreise, die historisch geringen Zinsen, die politische Stabilit?t, die milliardenschweren Konjunkturprogramme und die Abwesenheit gro?er Konflikte k?nnten zu einer ?berraschend schnellen Gesundung der Wirtschaft beitragen. Der ZEW-Konjunkturindex deutet schon darauf hin, dass die Konjunktur wieder anspringt. Er ist um 16,5 Punkt auf plus 13 gestiegen ? erstmals seit Juli 2007 liegt er wieder im positiven Bereich. Dies ist eine Meldung von NeueNachricht. F?r den Inhalt ist NeueNachricht verantwortlich.
Autor
Redaktion NeueNachricht Gunnar Sohn Ettighoffer Stra?e 26a 53123 Bonn Tel: 0228 ? 6204474 Mobil: 0177 ? 620 44 74 E-Mail: gunnareriksohn@googlemail.com URL: http://www.ne-na.de http://twitter.com/gsohn http://www.facebook.com/home.php?ref=home http://dienstleistungsoekonomie.ning.com/
Pressemeldung bewerten: Keine Bewertung vorhanden
Kommentare
Zu dieser Meldung wurde noch kein Kommentar abgegeben.
Kommentar hinzufügen
Verlinken Sie diese Meldung:


