Und t?glich gr??t das Dasein als Aktenknecht ? Smarte Benutzeroberfl?chen gegen den Technostress
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M?nchen/Berlin/Balingen, 3. April 2009, www.ne-na.de - Nach Meinung des US-Computerexperten David Gelernter http://www.cs.yale.edu sind die Benutzeroberfl?chen immer noch die Achillesferse der Computer und zwingen den Anwender zu einem ?Dasein als Aktenknecht?, der seine Zeit damit verplempert, Dateien zu beschriften und einzuordnen. ?Das Desktop-Interface wurde nach dem Vorbild des B?roschreibtischs entwickelt: Man sitzt an einem Tisch mit Akten, und es gibt Schubladen und Ordner, in die man sie ablegt?, f?hrt der amerikanische Spezialist f?r K?nstliche Intelligenz aus. So arbeitete man bereits vor 80 Jahren. In den 1970ern sei dieses System dann einfach auf den Computer ?bertragen worden. Man verfolge dabei eine nicht mehr zeitgem??e Logik ? sie entspreche nicht mehr der Funktion von Computern.
?Ein Schreibtisch ist passiv, der Computer ist aktiv - er kann Dokumente selber beschriften, suchen und ordnen. Die Idee, dass wir jedem Dokument einen Namen geben sollen, ist schlicht lachhaft. Wenn Sie drei Hunde haben, ist das sinnvoll. Besitzen Sie aber 10.000 Schafe, ist es Irrsinn?, bem?ngelt Gelernter. Cioforum-Sprecher Andreas Rebetzky http://www.cioforum.de sieht das ?hnlich. Damals geizte man noch mit Bits und Bytes - eine Festplatte mit 10 MByte kostete mehrere tausend Euros: ?Daher kam die Entwicklung des Dateinamens ? das ist eine sehr kanonische Entwicklung. Heute gibt es bereits Systeme, die in Workflows und Timeflows arbeiten. Systeme, die Metadaten zulassen, volltextorientierte Suchmechanismen, die sogar zum Teil auf unscharfen Pattern basieren. Wir m?ssen das nur nutzen. Und das erfordert Zeit, den die tradierten Anwender werden zun?chst erst mal in den bekannten Ordnern suchen?, glaubt Rebetzky, der hauptberuflich als CIO f?r den Lebensmitteltechnologie-Spezialisten Bizerba http://www.bizerba.de t?tig ist. Bei Benutzeroberfl?chen sieht er Fortschritte. Der Erfolg von Apple basiere haupts?chlich auf der Ergonomie des ?Desktops?. Auf die Spitze getrieben im iPhone.
?L?sungen aus dem Privatkundenmarkt wie das iPhone oder der iPod haben Auswirkungen auf die Investitionsg?terindustrie, weil die Bediener, die heute einen iPod nutzen, automatisch davon ausgehen, ?hnliche Bedienelemente auf der Maschine zu finden. Dadurch entsteht momentan die Sogwirkung aus den Konsumg?tern r?ber in die Investitionsg?ter?, best?tigt Dieter Conzelmann, Director Industry Solutions Market bei Bizerba. Sein Unternehmen habe eine ?u?erst wirksame Regel aufgestellt. Ingenieure gehen bei der Erstinstallation mit zum Kunden, damit sie dort lernen, wie der Bediener mit dem Ger?t umgeht - und welche Schwierigkeiten dabei auftreten. Das sei sehr heilsam gewesen, sagt Conzelmann, der selbst jahrelang in der Entwicklung t?tig war. Auf diese Weise kam man auch darauf, wie wichtig gerade in der Lebensmittelindustrie der Einsatz von Symbolen ist. Denn auch Aushilfskr?fte und angelernte Mitarbeiter m?ssten die Maschinen sicher steuern k?nnen. W?rter wurden daher auf den Bedienoberfl?chen, wo es ging, durch einpr?gsame Piktogramme ersetzt, etwa bei Preisauszeichnungssystemen.
Ein gutes Beispiel ist der Grundpreis, den der Bediener beim Betreiben der Anlage ?fters wechseln muss. Da kann man eben anstelle des Textes ?Grundpreis?nderung? einfach ein Symbol wie einen Geldschein oder eine M?nze abbilden, die dann darstellt, dass es hier um einen Geldbetrag geht, ohne das Wort ?Grundpreis? zu verwenden?, erl?utert Conzelmann. F?r die Diplom-Ingenieurin Anett Dylla von der Beratungsfirma Mensch-Marketin-Technik http://www.mensch-marketing-technik.de ist das ein wichtiges Kriterium: ?Gut gemacht ist, wenn ich zum Beispiel durch ein Men? gef?hrt werde, in dem ich einen bestimmten Schritt vollziehe und dann sofort angesagt wird, was ist der n?chste Schritt, oder anhand von Symbolen klar ist, was die n?chsten Schritte sind, und wie ich zielgerichtet und stringent ans Ziel komme, ohne noch mal 25 Schleifen zu drehen."
Die ber?chtigten 25 Schleifen kennen geplagte Anrufer vor allem von sprachgesteuerten Telefondialogsystemen. Dar?ber ?rgert sich ein Profi nicht weniger als der normale Kunde in der Warteschleife. Schuld sei h?ufig veraltete Technik, so Lupo Pape, Gesch?ftsf?hrer von SemanticEdge http://www.semanticedge.de in Berlin. Er arbeitet mit seinem Unternehmen daran, Sprachdialoge zwischen Mensch und Maschine zu optimieren. Der Schl?ssel daf?r sei nicht nur eine bessere Spracherkennung, an der es oftmals noch hapert. Es k?nnte auch helfen, wichtige Informationen ?ber den Anrufer und dessen Situation, die an unterschiedlichen Stellen bereits vorliegen, zu b?ndeln und zusammenzuf?hren, damit der Kunde schneller ans Ziel gelangt.
?Wenn das System, wo ich anrufe, mein Bed?rfnis vorausahnt, wenn ich also bei einem Telekommunikationsanbieter anrufe, weil ich mich mit meinem Internet nicht einloggen kann, und das System wei?, dass ich vorher vergeblich versucht habe, mich einzuloggen, hat die Leitung gemessen und kann darauf eingehen, dann habe ich eine ganz andere Nutzererfahrung?, erkl?rt Pape. Die Personalisierung der Sprachdialogsysteme durch die Nutzung vieler Informationen ?ber den Kunden gleich zu Beginn und w?hrend des Dialoges k?nnte nach seiner Ansicht viele Probleme und Bedenken gegen Sprachdialogsysteme aufl?sen und Kunden zufriedener machen. Ob Sprachsteuerung oder Tastatureingabe am Bildschirm - die elementaren Prinzipien f?r gutes Interface-Design sind nach seiner Ansicht immer dieselben. Auf einen Nenner gebracht: Anstatt darum zu k?mpfen, die Maschine zu verstehen, wollen wir uns von der Maschine verstanden f?hlen.
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Redaktion NeueNachricht Gunnar Sohn Ettighoffer Stra?e 26a 53123 Bonn Tel: 0228 ? 6204474 Mobil: 0177 ? 620 44 74 E-Mail: gunnareriksohn@googlemail.com URL: http://www.ne-na.de http://twitter.com/gsohn http://www.facebook.com/home.php?ref=home http://dienstleistungsoekonomie.ning.com/
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